Soziale Nachhaltigkeit in der Führung

Mülltrennung, Reduktion von Flugreisen, erneuerbare Energien – diese Massnahmen verbinden die meisten von uns mit Nachhaltigkeit. Doch in den letzten Jahren ist ein weiterer, wichtiger Aspekt in den Fokus der Unternehmensführung gerückt: Soziale Nachhaltigkeit. Was steckt dahinter und wie beeinflusst das Streben nach «sozialer Nachhaltigkeit» die Art und Weise, wie du führst? Gemeinsam wollen wir dieses Thema beleuchten.

Soziale Nachhaltigkeit – nun strategisch relevant

Unternehmensziele, die ausschliesslich auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sind, stehen zunehmend in der Kritik. Sich nachhaltig zu engagieren, steigert nicht nur das Ansehen, sondern birgt auch finanzielle Vorteile. Es stärkt das Markenimage, bindet die Kundschaft und zieht talentierte Mitarbeitende an. Mittlerweile gibt es sogar eine rechtliche Verpflichtung für Unternehmen, neben ihrem finanziellen Bericht auch einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen, den sogenannten ESG-Report (E für Umwelt, S für Soziales und G für Governance).

Neue Führungsziele wahrscheinlich

Das «S» in ESG steht für soziale Nachhaltigkeit, und Unternehmen sind daran interessiert, sich in diesem Bereich vorbildlich zu positionieren. Um das Aktionsfeld der sozialen Nachhaltigkeit zu definieren, dienen gängige Frameworks wie die Global Reporting Initiative (GRI) oder die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN SDGs). Generell umfasst das Verständnis von sozialer Nachhaltigkeit die Schaffung guter Arbeitsbedingungen, die Förderung von Gleichberechtigung und die aktive Beteiligung am Wohl der Gemeinschaften, in denen das Unternehmen tätig ist.

Es geht darum, dass das Unternehmen seinen Beitrag zur Verbesserung des Lebens und Zusammenlebens der Menschen leistet. Viele Unternehmen sind daher derzeit damit beschäftigt, Ziele festzulegen und ihren Fortschritt im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit zu messen und zu dokumentieren. Das bedeutet, dass diese Ziele und Aktivitäten auch auf dich als Führungskraft heruntergebrochen werden können. Als Führungskraft bist du nämlich nahe bei den wichtigsten Stakeholdern, wenn es um soziale Nachhaltigkeit geht: Den Mitarbeitenden.

Sozial nachhaltig Führen: Wie geht das?

Um soziale Nachhaltigkeit zu verankern, liegt es an dir als Führungskraft, als Vorbild voranzugehen und dein Team auf Kurs zu bringen. Dabei rücken die folgenden Schwerpunkte in den Fokus:

  • Gesundheit und Wohlbefinden pflegen: Du behältst die Gesundheit und die Zufriedenheit deiner Mitarbeitenden im Auge und intervenierst und unterstützt bei Bedarf. Ebenso setzt du dich für motivierende Arbeitsgestaltung und die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben ein. (Lese hier mehr dazu, wie du eine gesunde Arbeitsumgebung schaffst und Burnout vermeidest)
  • Diversität und Inklusion fördern: Du schätzt die unterschiedlichen Hintergründe und Lebensentwürfe deiner Mitarbeitenden als Stärke und stellst sicher, dass alle Teammitglieder gleiche Möglichkeiten haben, gut zusammenzuarbeiten, sich einzubringen und sich gegenseitig zu respektieren.
  • In Lernen und Entwicklung investieren: Du unterstützt den Aufbau relevanter Skills deiner Leute, agierst als Coach oder Mentor*in und förderst eine offene Kultur, in der Fehler angesprochen werden und Lernen gefördert wird. Welche Stolperfallen es dabei zu vermeiden gibt, kannst du in diesem Blogartikel hier erfahren.
  • Mitarbeitende partizipieren lassen: Du gibst deinen Mitarbeitenden eine Stimme und lässt sie mitentscheiden und mitgestalten. Ausserdem förderst du ihre Vernetzung und ihre Beiträge zum Gemeinwohl innerhalb und ausserhalb des Unternehmens.

Soziale Nachhaltigkeit betrifft viele weitere Aspekte eines Unternehmens und ruft dazu auf, mehr zu tun als das Gesetzliche. Einer der heikelsten Punkte sind sicher die Arbeitsbedingungen der Zulieferer. Darauf hast du als Führungskraft möglicherweise nur begrenzten Einfluss. Dennoch, denke daran, bei der Wahl von externen Dienstleistern verantwortungsvoll zu handeln.

Du machst den Unterschied

Ja, soziale Nachhaltigkeit bringt ihre Herausforderungen mit sich. Doch ehrlich gesagt, wer möchte schon in einem Unternehmen arbeiten, das ausschliesslich egoistische Gewinnziele verfolgt und das Wohl der Menschen ignoriert? Du sicherlich nicht. Als Führungskraft hast du die Möglichkeit, positiven Einfluss zu nehmen und die Welt ein Stück sozial nachhaltiger zu machen. Nimm diese Herausforderung an

Quellen:

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